GELENKENTZÜNDUNG
chronische,
paraneoplastische Gelenkentzündung
Eine Gelenkentzündung bezeichnet der Mediziner als Arthritis.
Betrifft die En tzündung nur ein Gelenk, so spricht man von einer Monarthritis, eine Oligoarthritis betrifft wenige Gelenke, der Befall fast aller Gelenk e wird als Polyarthritis bezeichnet.
Die Symptome (= Krankheitszeichen) einer Gelenkentzündung sind meist Schmerzen, Schwellung, Überwärmung und/oder Bewegungseinschränkung des betroffenen Gelen kes. Seltener kann es auch zu einer Rötung (v. a. akute Formen), Gelenkerguß oder zur Eiteransammlung (Gelenkempyem) im Gelen k kommen. Im Verlauf einer chronische n Gelenkentzündung (= über einen längeren Zeitraum bestehenden Entzündung) sind die Spätfolgen meist ein Funktionsverlust des Gelen kes mit Destruktionen (= Zerstörung bestimmter Gelenksbestandteile), Fehlstellungen (= die Geometrie des Gelenkes wird verändert), Kontrakturen (Verkürzungen bestimmter das Gelen k umgebender Weichteile strukturen, die zu einer Bewegungseinschränkung des Gelen kes führen) und Ankylosen (= Gelen kversteifung) (nach Pschyrembel, 258. Auflage; Gesundheitpro.de).
Die verschiedenen Formen einer Gelenkentzündung:
Eine Gelenkentzündung kann sehr viele verschiedenen Ursachen haben, im folgendem Absatz soll kurz auf die in Deutschland wichtigsten Formen einer Gelenkentzündung eingegangen werden:
Die häufigste
Form der Gelenkentzündung
in Deutschland ist die r
heumatoide (= rheumaähnliche)
Gelenkentzündung (Rheumatoidarthritis), auch als
pri mär
chronische
Polyarthritis
bezeichnet, ca.
0,5% bis 1% der Gesamtbevölkerung in Deutschland leiden an dieser
Gelenkentzündung. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die
Häufigkeit der Erkrankung zu, Frauen sind ca. 3 mal häufiger betroffen als
Männer. Die
rheumatoide
Gelenkentzündung
(rheumatoide
Arthritis)
beginnt am häufigsten ab dem 35. bis zum 45. und
über dem 60. Lebensjahr.
Es handelt sich um eine chronisch-entzündliche, oft in Schüben verlaufende
Erkrankung des Binde-, Stütz- und
Muskel
gewebes mit Hauptmanifestation (= am
meisten betroffen) an der Gelenkinnenhaut
und an gelenknahen Strukturen (z.B.
Schleimbeutel).
Die Ursache der
r heumatoide n
Gelenkentzündung
ist noch nicht vollständig geklärt. Nachgewiesen ist eine
genetische Disposition (= vererbliche Veranlagung), allerdings müssen auch
bestimmte auslösende Faktoren vorhanden sein, beispielsweise v
irale Infekte
(= durch Vi
ren übertragene, ansteckende Erkrankungen),
metabol ische Störungen (= Stoffwechselstörungen), endokrine Störungen
(= Störungen
des Hormonsystems), auch nervöse Einflüsse können eine Rolle spielen. Daraufhin
entwickelt sich eine Autoimmunreaktion (= eine Reaktion des körpereigenen
Abwehrsystems gegen den eigenen Körper). Eine r
heumatoide Gelenkentzündung
kann sich in
unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit,
Gelenkschmerz in Ruhe,
bei Druck oder unter Belastung, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder
gelegentlich erhöhter Temperatur äußern. Spezifischere Symptome sind u. a.
Morgensteifigkeit der
Gelen
ke, Schwellungen vor allem der
Hand
-,
Finger
grund-
und –mittelgelenke, sowie verschiebliche, weiche Rheumaknötchen unter der Haut,
meist an der Streckseite der
Gelen
ke. Im Spätstadium zeigt sich oft eine starke
Deformation (= Verformung, Fehlstellung) und Destruktion
(= Zerstörung) der
Gelen
ke.
Auch können (seltener) innere Organe, aber auch die Augen befallen werden.
Neben der
Schmerzanamnese (= Erörtern der Krankheitsvorgeschichte)
spielen bei der Diagnose der r
heumatoide
n Gelenkentzündung
verschiedene bildgebende Verfahren wie das Röntgen eine Rolle. Bei ca. 70-80% der
Rheuma
patienten läßt sich ein so genannter Rheumafaktor nachweisen. Hierbei
handelt es sich um Antikörper, die gegen körpereigene Antikörper gerichtet sind.
Allerdings gibt es durchaus Rheumapatienten, bei denen dieser Rheumafaktor nicht
nachweisbar ist. Andere Verfahren wie Computertomographie, Kernspintomographie,
Szintigraphie spielen eine eher untergeordnete Rolle bei der Diagnose der r
heumatoide n
Gelenkentzündung.
Eine kausale
(= auf die Ursache gerichtete) Therapie der r
heumatoide
n Gelenkentzündung
ist bisher nicht möglich, die Symptome der Krankheit
lassen sich aber bei frühzeitiger und adäquater Therapie gut beherrschen. Die
symptomatische Therapie mit nichtsteroidalen
Antirheumatika stellt einen
wichtigen Ansatz dar. Diese Medikamente wie Diclofenac, Ibuprofen oder Indometacin hemmen die Freisetzung von körpereigenen
Entzündungsbotenstoffen und mindern so die Schmerzen. Besonders
magenschonend sind in dieser Gruppe die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib
und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Oft sind diese Medikamente
allerdings nicht ausreichend, zusätzlich müssen sogenannte Basistherapeutika
verschrieben werden. Goldpräparate (Tauredon®),
Methotrexat (MTX®),
Sulfasalazin (Azulfidine-RA®),
Chloroquin (Resochin®),
D-Penicillamin (Metalcaptase®),
Leflunomid (Arava®)
oder Azathioprin (Imurek®)
sind verschiedene Medikamente aus dieser Gruppe. Die Wirkung tritt erst nach
einigen Monaten ein, wegen verschiedener Nebenwirkungen sind regelmäßige
Blutbildkontrollen von Nöten. Die Medikamente müssen über längere Zeit, oft
sogar auf Dauer, eingenommen werden. Die Gabe von Kortisonpräparaten ist
ebenfalls eine sehr wirkungsvolle Therapie, die wegen der verschiedenen Nebenwirkungen
(Osteoporose, Gewichtszunahme, hormonelle Störungen u.a.) aber meist auf die
Phasen des akuten Krankheitsschubes begrenzt wird.
Weitere Therapieansätze bietet die physikalische Therapie: Kälteanwendungen,
vorsichtige krankengymnastische Mobilisation, Ergotherapie, Elektrotherapie und
Bewegung
sbäder sind nur einige der sehr umfangreichen Möglichkeiten.
In schweren
Fällen wird auch die intraartikuläre (= ins Gelen
k hinein) Injektion von
Kortisonpräparaten oder auch radioaktiven Substanzen zur Hemmung der En
tzündung
angewendet. Hilfreich ist auch eine
spezielle Schmerztherapie in Form von
kontinuierlichen Nerven - und Leitungsblockaden (siehe unten).
Als letztes Mittel stehen auch verschiedene operative Verfahren wie
die Synovektomie (= operative Entfernung der entzündeten Gelenkschleimhaut),
Korrekturoperationen (= Wiederherstellen der zerstörten Gelenkgeometrie), der
künstliche Gelenkersatz oder Gelenkversteifungen zur Verfügung (nach Rössler/Rüther; Orthopädie; Urban&Fischer Verlag, sowie Greten/Schettler; Innere
Medizin; Thieme Verlag).
Die infektiöse Gelenkentzündung wird durch eine Infek tion (= Übertragung, Ansteckung) mit Bakterien, seltener mit Vi ren, ausgelöst. Die bakterielle Gelenkentzündung wird auch sep tische oder eitrige Gelenkentzündung genannt. Sie tritt meist sehr plötzlich mit allen Symptomen einer akuten En tzündung auf. Der Patient hat meist Fieber, das Gelen k ist geschwollen, überwärmt, evtl. gerötet, die Beweglichkeit ist oft eingeschränkt und schmerzhaft. Eine Ursache ist die Übertragung der bakteriellen Erreger auf dem Blutweg. Von einem Streuherd (Mittelohrentzündung, Furunkel, Angina, Katheterspitze, usw.) ausgehend dringen die Keime in das Gelen k ein und verursachen so die En tzündung. Eine andere Ursache kann der Einbruch ins Gelen k einer in der Nachbarschaft ablaufenden En tzündung sein, z.B. bei einer Osteomyelitis (= Knochenentzündung) oder einer Phlegmone (= ei trige, En tzündung in Weichteilgewebe). Allerdings kann auch eine direk te Keimeinschleppung ins Gelen k erfolgen, z.B. bei Verletzungen, bei Injektionen (= Spritzen) ins Gelen k oder auch bei Operationen. Therapeutisch muß der Streuherd saniert werden, d.h. der Ursprung der Keime muß entdeckt und behandelt werden. Meist geschieht das mit Antibiotika. Die Gelenkschmerzen können mit nichtsteriodalen Antiphlogistika (Entzündungshemmern) wie z.B. Diclofenac behandelt werden.
Eine vi
rusbedingte, also
virale
Gelenkentzündung
(virale
Arthritis)
ist
insgesamt sehr selten und dann hauptsächlich auf den Erreger der Ringelröteln (Parvovirus
B19) zurückzuführen. Betroffen sind vor allem junge Frauen, häufiger wird dann
die (falsche) Diagnose "chronische Polyar
thritis" gestellt. Der Virusnachweis
gelingt über die Polymerase-Ketten-Reaktion aus peripheren Leukozyten
(= weiße Blutkörperchen)/Knochenmark.
Auch das Rötelnvirus kann zu einer Gelenkentzündung
führen. Interessanterweise auch
alleine schon durch Impfung im Erwachsenenalter. Desweiteren wäre noch das
Hepatitis-C-Vi rus (HCV) zu nennen.
Die
raktive
Gelenkentzündung
(reaktive
Arthritis)
ist eine
Gelenkserkrankung, bei der keine Erreger im Gelen
k nachweisbar sind. Ausgelöst wird die Gelenkentzündung
durch eine Immunreaktion des Körpers auf
eine außerhalb des Gelenkes gelegene Infek tion (= Ansteckung,
Übertragung). Manche Autoren sprechen deshalb
auch von einer infek treak
tive n
Gelenkentzündung. Wichtig für die Diagnosestellung
ist eine genaue Erhebung der in den Wochen vor der Gelenkentzündung
durchgemachten
Infektionskrankheiten, wie grippale Infekte (= Ansteckungen,
Übertragungen), Durchfallerkrankungen u.ä..
Die
wohl bekannteste
infektreaktive
Gelenkentzündung
ist die durch Zec
ken übertragene Lyme Krankheit
(Lyme-Borreliose). Sie wird durch Borrel
ien übertragen, die bei einem
Zeckenstich
bzw.
Zeckenbiß in die
menschliche Blutbahn gelangen. Nach 4-18 Tagen zeigt sich (nicht immer!) das so
genannte Eryt hema chronicum mig
rans, eine kreisförmige Rötung um den
Zeckenbiß
herum, die an Größe zunimmt. Daneben treten
Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit und
Gelenk- sowie
Muskelschmerzen auf. Die Diagnose erfolgt über Antikörper im Blut
(erst 3 Wochen nach
Zeckenstich möglich), allerdings muß schon bei Verdacht auf
Borreliose mit Antibiotika behandelt werden. Unbehandelt kann die
Borreliose im
Spätstadium schwere Schäden der Gelen ke, des Nervensystems und des Herzens
hervorrufen. Es sei an dieser Stelle aber nicht verschwiegen, daß die Aussage, bei der
Lyme-Arthritis handle es sich um eine reak
tive und damit nicht um eine di rekte infek
tiöse Gelenkentzündung, kontrovers diskutiert wird. Tatsächlich gelingt es
nämlich, aus dem Gelenkpunktat Borrel ien
anzuzüchten, allerdings dauert dieser Vorgang mehrere Monate, so daß diese
Methode zur Nachweisführung nicht geeignet ist. Bei Verdacht auf eine
Lyme Borreliose wird deshalb auf Antikörper
getestet.
Eine weitere Form der reak tive n
Gelenkentzündung
ist das r heumatische
Fieber, eine Folgeerkrankung nach einem Infek
t (= Ansteckung,
Übertragung) mit Streptokokken, die mit
Fieber, Gelenkentzündung, aber auch Herzbeteiligung oder Hautsymptomen einhergeht. Sie läßt sich über einen im Blut nachweisbaren Antikörper bestätigen (Anti-Streptolysin)
und wird mit Antibiotika therapiert.
Bei der ind irekten, postinfekt iöse n Gelenkentzündung kann zwar ein Antigen nachgewiesen werden, der Erreger selbst ist aber nur inkonstant nachweisbar, gleiches gilt für eine lokale (=örtliche) Vermehrung. Diese Form einer Gelenkentzündung (postinfektiöse Arthritis)findet sich bei Syphilis, nach Virushepatitis (= virusbedingte Leberentzündung) und Enteritis (= En tzündung der Darm wand, meist mit Durchfall einhergehend), hervorgerufen durch den Erreger Yersinia entercolitica.
Die Psoriasis-Arthritis (Arthritis psoriatica) ist eine Form der Gelenkentzündung, die in Zusammenhang mit der Psor iasis (Schu ppenflechte) auftritt. Diese sog. Schuppenflechtenarthritis verläuft chronisch, kann eines oder auch mehrere Gelen ke betreffen und ähnelt im Verlauf der r heumatoide n Gelenkentzündung. Typisch ist der asymmetrische Befall der Gelen ke, an den Fingern sind oft alle 3 Gelen ke betroffen (so genannte „Wurstfinger“). Die Haut über den betroffenen Gelen ken ist oft verfärbt, es können auch die Kreuz darmbeinfugen, die Wirbelgelen ke oder andere Gelen ke betroffen sein. Die Therapie der psor iasisbedingten Gelenkentzündung ähnelt der Therapie der r heumatoide n Gelenkentzündung.
Die
Gicht-Arthritis (auch
als
Arthritis urica oder
Harnsäuregicht bezeichnet) ist eine andere Art der Gelenkentzündung,
sie wird durch die Ablagerung von Urat-Kristallen (Harnsäurekristalle) in den Gelen
ken
ausgelöst. Man unterscheidet eine primäre und eine sekundäre Form. Die
primäre Form ist erblich, entweder liegt eine vermehrte Bildung oder eine
verminderte Ausscheidung von Harnsäure vor. Die seku
ndäre Gich
t entsteht durch
ein endogenes (= vom Körper selbst verursachtes) oder exogenes
(= von außen
zugeführtes) Überangebot an Purinen, den Stoffen, deren Abbauprodukt die
Harnsäure ist. Ab einer bestimmten Konzentration im Blut fällt die Harnsäure
aus, es kommt zur Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelen
ken. Das erste
Gelen k, an dem eine Gich
t auftritt, ist fast immer das Groß
zehen
grundgelen
k. Die
Erstmanifestation (= erstes Krankheitszeichen) erfolgt oft nach einer sehr umfangreichen Mahlzeit oder nach
erhöhtem Alkoholkonsum, aber auch nach einem Infek
t (=
Ansteckung, Übertragung), Trauma (=
Verletzung) oder Streßsituationen. Meist tritt der
Schmerz nachts auf und kann über Stunden, Tage
oder Wochen andauern. Es kommt oft zur Bildung von Gich
ttophi (= Gichtknoten),
in denen die Urat-Kristalle angehäuft sind, meist findet man sie im
Ohr
knorpel
oder am Großzehengrundgelen k.
Die Diagnose erfolgt über die Beschreibung der Art
und Lokalisation der
Schmerz
en, der Untersuchung der Gelen
ke, der Bestimmung des
Harnsäurespiegels im Blut (über 7 mg% bei Männern, 6 mg% bei Frauen) und über
Röntgen-Aufnahmen. Die Therapie muß auf verschiedenen Wegen angegangen werden.
Zuerst ist eine purinarme Diät sowie Alkoholkarenz (=
Verzicht) wichtig. Als Basistherapie
werden Medikamente verwendet, welche die Harnsäuresynthese im Körper hemmen (Urikostatika,
z.B. Allopurinol), aber auch Medikamente, welche die Ausscheidung der Härnsäure
über die Niere erhöhen (Urikosurika, z.B. Benzbromarom). Im akuten Gich
tanfall
wird sowohl mit nichtsteroidalen Antiphlogistika als auch mit dem
Entzündungshemmer Colchizin behandelt (nach Rössler/Rüther; Orthopädie;
Urban&Fischer Verlag).
Die so genannte allergische Gelenkentzündung (allergische Arthritis) entsteht meist aufgrund einer Unverträglichkeitsreaktion, meist gegenüber Medikamenten. Hiervon sind vor allem Jugendliche betroffen, oft ist das Kniegelenk befallen.
Auch verschiedene Erkrankungen wie Zuckerkrankheit, Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion können mit einer Gelenkentzündung einhergehen. Wechselbeziehungen bestehen zwischen Gelenkverschleiß (Arthrose) und Gelenkentzündung.
Dann gibt es
noch die sog.
paraneoplastische Gelenkentzündung, als Folge bzw. im
Gefolge einer
Tumorerkrankung. Im weitesten Sinne handelt es sich hierbei
eigentlich auch um eine reak tive (tumorreak
tive) Gelenkentzündung. Gar nicht so selten
treten die Symptome (= Krankheitszeichen) der
Gelenkentzündung
sogar zuerst auf. Die Gefahr, daß der Tumor (zunächst) übersehen wird,
ist natürlich groß.
An eine pa raneoplastische Gelen
kentzündung
muß besonders bei folgenden
Tumor-Formen gedacht werden:
Weiblicher Brustkrebs
Krebs der Vorsteherdrüse
Lungenkrebs (insbes. Bronchialkarzinom)
Der Vollständigkeit halber müssen auch die verschiedenen
Formen der chronisch juvenilen (= jugendlichen)
Gelenkentzündung
erwähnt werden. Da diese Art
hritis-Form in der
Schmerztherapie
nur eine untergeordnete Rolle spielt, beschränken wir uns auf die Weiterleitung
zu einer hierfür kompetenten Internetseite, klicken Sie dazu hier:
http://www.art hritis.ch/dt/ra/disease/juvenile.html
Spezielle Schmerztherapie bei einer Gelenkentzündung:
Persistierende (= trotz Basisbehandlung verbleibende) Beschwerden / Schmerzen sind bei Gelenkentzündung leider oftmals sehr hartnäckig und geben dann Anlaß zu einer speziellen Schmerztherapie.
Sehr bewährt hat sich die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika), insbesondere in Form von kontinuierlichen Nervenblockaden mittels eingepflanztem Katheter. Eine wichtige Nebenwirkung dieser Therapie ist eine begleitende Symphatikolyse (= Erweiterung der Blutgefäße), denn unter einer guten Durchblutung heilen u.a. entzündliche Prozesse sicher ab. Hinzu kommt die überaus wichtige Tatsache, daß bei einer verbesserten, lokalen (= örtlichen) Durchblutung auch spezifische Medikamente (im Falle der infek tiöse n Gelenkentzündung Antibiotika, evtl. antivi rale Substanzen oder auch Antimykotica (= Mittel gegen Pilze)) viel besser und effektiver wirken können.
Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Methodenbeschreibung "Kontinuierliche (repetitive) Nervenblockaden mit Katheter":
Nervus femoralis (vorderer Oberschenkel
Gegen Schmerzen im Hüftgelenk kann vorgenannte Methode verändert angewendet werden (der sog. 3 in 1-Block oder die Pl exus lumbal is-Blockade): Wenn man die Menge der örtlichen Betäubungsmittellösung erhöht (ca. 25-35 ml) und während des Einspritzens den Oberschen kel abstaut, wird die Wirkstofflösung nach oben getrieben (innerhalb der Nervenscheide) und betäubt weitere Ner ven, die die genannten Körpergebiete versorgen.
Plexus brachialis: Die Einpflanzung des Katheters
erfolgt nahe der Achselhöhle am inneren
Oberarm
oder im seitlichen unteren
Halsbereich (der sog. interskalenäre Zugang).
Anwendungsbereiche:
Ellbogenschmerzen und
Handgelenkschmerz,
auch
Aktualisiert: 09.09.2006
k u
A
Achillobursitis,
Achillodynie,
Achillessehnenentzündung,
Adoleszentenkyphose,
Algodystrophie-Syndrom,
Algoneurodystrophie,
Algogenes Psychosyndrom,
Algurie,
alkoholische Polyneuropathie,
Amputation,
Analgetikakopfschmerz,
Anfall bei
Migräne,
anhaltende somatoforme Schmerzstörung,
ankylosierende Spondylitis,
Apoplexia,
Apoplexia cerebri,
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